Wie ich/wir "auf den Hund gekommen sind..."

Seit unseren frühen Kindheitstagen haben meinen Mann und mich Hunde während der Kindheit in der Familie begleitet. So kam dann natürlich, nachdem sich meine berufliche Situation geändert hatte und ich bei meinem Mann mit in die Firma „eingestiegen“ bin, der Wunsch nach einem eigenen Hund auf.

Recht schnell waren wir uns einig, dass es ein Retriever sein sollte. Die Freundlichkeit und Optik dieser Tiere sprachen uns am meisten an, von Dummyarbeit und Co. hatten wir noch keine Ahnung. Nachdem dann Verwirrung bezüglich der unterschiedlichen Linien beim Golden auftrat, entschieden wir uns für den Flatcoated Retriever.

So suchten wir dann vor über 12 Jahren auf DRC-Welpenliste nach Züchtern und hatten Glück, dass beim dritten Anlauf (es waren nur vier Würfe geplant zu der Zeit) eine freundliche  Züchterin uns nach Hamburg einlud um uns ihre Zuchtstätte anzuschauen. Ein paar Monate später war es soweit, und ein kleines schwarzes Knäuel namens Kenzo zog bei uns ein und krempelte unser Leben um.




So ein pupertärer Flatrüde kann einem ganz schön die Nerven strapazieren, und so suchten wir eine adäquate Beschäftigung für ihn und landeten in den ersten Dummykursen. Ich war sofort fasziniert von der Kombination Grundgehorsam sowie Kopf- und Nasenarbeit und so stiegen wir ins Prüfungsgeschehen ein.

Mit einem Jäger und Förster in der Familie war der nächste Schritt klar, der Jagdschein folgte und inzwischen bin ich als ehrenamtliche Ausbilderin in der jagdlichen Arbeit mit Retrievern für den DRC (Deutscher Retriever Club e.V.) tätig.

Das Sprichwort „Ein Retriever bleibt selten allein“ trifft auf uns natürlich auch zu, denn vor 7 Jahren flog ich nach Newcastle und holte dort unsere Emmy, eine Golden Retriever Hündin und vor bald einem Jahr Mailo (beide aus Field Trial-Linien), ab – nun kann man vor einem richtigen "Rudel" sprechen.


Barbara Reppermund